TikTok testet ein Opt-in-Tool, das nach KI-generierten Ähnlichkeiten von Erstellern sucht und es ihnen ermöglicht, nicht autorisierte Deepfake-Inhalte zu kennzeichnen, bestätigte das Unternehmen diese Woche. Die Funktion steht derzeit einer begrenzten Gruppe von US-Erstellern zur Verfügung, wie TikTok-US-Sprecher Zachary Kizer gegenüber The Verge berichtete. Dieses Tool ermöglicht es Erstellern, KI-generierte Inhalte zu überprüfen, die ihr Bild ohne Zustimmung missbrauchen könnten, und beleidigende Beiträge und Konten zu melden.
Um das Tool nutzen zu können, müssen Urheber zunächst ihre Identität über Jumio, ein externes Identitätsprüfungsunternehmen, verifizieren. Der Verifizierungsprozess umfasst einen Echtzeit-Selfie-Scan und eine amtliche Ausweisprüfung. Kizer erklärte: „TikTok speichert keine Ausweisdokumente und Gesichtsinformationen werden nur zum Ähnlichkeitsabgleich und zur Identifizierung möglicher unbefugter Verwendungen des Konterfeis eines Erstellers verwendet.“
Nach der Überprüfung durchsucht das System von TikTok die Plattform nach KI-generierten Inhalten, die möglicherweise mit dem Gesicht eines Erstellers übereinstimmen. Verifizierte Ersteller können dann markierte Inhalte überprüfen und alle Beiträge oder Konten melden, von denen sie glauben, dass sie sich als sie ausgeben.
Diese Initiative stellt TikTok in Konkurrenz zu YouTube, das seit 2024 ähnliche Tools zur Ähnlichkeitserkennung entwickelt. YouTube weitete seine Ähnlichkeitserkennungsfunktion im Mai 2026 auf alle Nutzer über 18 Jahren aus, nachdem es schrittweise für bestimmte Gruppen eingeführt wurde. Das System von YouTube erfordert ebenfalls einen Gesichtsscan im Selfie-Stil und eine Überprüfung des amtlichen Ausweises, um hochgeladene Inhalte auf nicht autorisierte Deepfakes zu überwachen.
Der Anstieg von KI-generierten Identitätsdiebstahlinhalten ist auf allen Social-Media-Plattformen erheblich. Eine Studie von Kapwing vom Juni 2026 ergab, dass etwa 60 Prozent der TikTok-Videos mittlerweile als KI-generiert eingestuft werden. Darüber hinaus werden die Transparenzregeln des EU-KI-Gesetzes, die maschinenlesbare Markierungen auf KI-Ausgaben vorschreiben, ab dem 2. August durchsetzbar sein.








